Warum sagen wir regelmäßig etwas, das überhaupt nicht dazu passt und keinerlei Nutzen bringt?
. Willkommen in der Welt der Füllwörter oder Fülllaute, in der Welt des hörbaren Denkens.
Das Problem?
Wir füllen Stille, weil wir glauben, sofort reagieren zu müssen.
Wir füllen Stille, weil wir nervös sind.
Wir füllen Stille, weil wir es gewohnt sind und es oft gar nicht mehr merken.
Füllwörter zeigen, dass du noch nicht weißt, was du sagen willst – aber trotzdem redest du schon. Und während du „füllst“ überlegst du. Für deine Zuhörer ist es, wie wenn du ein Musikstück auf einem Instrument spielst, und immer wieder einen falschen, un-stimmigen Ton einbaust. Klingt nicht schön, bringt auch nichts und schmälert deine Wirkung.
Wir machen es aber dennoch sehr oft.
Warum?
1. Wir antworten zu schnell
2. Wir sind nervös
3. Wir sind es gewohnt
1. Wir antworten zu schnell: Wir glauben, wir müssen sofort reagieren.
Aber was wirkt besser auf dich: jemand der still überlegt und dann eine klare Aussage trifft, oder einfach mal los redet.
Nimm dir also 1-2 Sekunden, du wirst überrascht sein, wie gut du deine Gedanken in so kurzer Zeit sortieren kannst.
2. Wir sind nervös: Wenn Adrenalin übernimmt, redet der Mund schneller als unser Gehirn hinterherkommt.
In gewisser Weise ist es das Gegenteil eines Blackouts, bei dem du etwas sagen willst, aber nicht kannst. Nimm dir auch hier Zeit und atme. Beruhige deine Nerven durch bewusstes Atmen. Probier mal beim Einatmen zu sprechen
?
Eine gute Methode, um diese lästigen Füller loszuwerden.
3. Wir sind es gewohnt: Kennst du deine Füllwörter und ist dir bewusst, wie oft du sie benutzt?
Vor lauter Gewohnheit fallen sie uns selbst nicht mehr auf. Nimm dich auf oder bitte um Feedback. Eine Stricherlliste kann dir schnell die Augen öffnen!
Füllwörter sind leider normal und häufig, aber unnötig, nutzlos und sie schmälern deine Wirkung. Das Ziel ist es, sie zu steuern, nicht nie wieder welche zu machen!
Hier sind 3 Wege sie lozuwerden:
1️⃣Kenne deine Füllwörter.
Was sind deine Klassiker? Erkenne deine Muster und durchbreche sie.
2️⃣ Atme bewusst. EIN – bevor du antwortest.
Ausatmen zur Beruhigung und Einatmen zum Gedanken sortieren. Dadurch wirst du ruhig und wirkst selbstbewusst.
3️⃣ Sprich in Satzbögen. Gehe mit deiner Stimme am Ende des Satzes hinunter. Dein Atem wird folgen. Nächster Satz= neuer An-satz mit Luft und dem richtigen Gedanken. So entsteht ein Rhythmus ohne Nebengeräusche.
Und hier mein Bonus: Eine kleine FUN-Übung
Immer, wenn du in Versuchung kommst, „ähm“ zu sagen. Sage laut „Neustart“
Es wird dich zum Lachen bringen und stoppt die Gewohnheit.
JD_Jetzt Du:
Welches deiner Füllwörter willst du als erstes loswerden?
Schreib mir – ich bin neugierig.
Bis bald,
Johanna ✨



